Grüne stellen Antrag zum Bau eines Radweges an der L 557 Hansastraße (Neue Mühle)

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt im öffentlichen Teil der Sitzung des Ausschusses Umwelt, Klima und Mobilität und in der sich anschließenden Sitzung des Rates den folgenden Tagesordnungspunkt und Beschlussvorschlag aufzunehmen:

Sachstandsbericht zum Bau eines Radweges an der L 557 Hansastraße

Die Gemeinde Rödinghausen wird beauftragt zeitnah über den Sachstand zum Bau eines Radweges an der L 557 Hansastraße zwischen der Grenze zur Stadt Preußisch Oldendorf Oldendorf und der Stadt Bünde zu berichten.

Es sollen Aussagen zu den folgenden Punkten enthalten sein:

  • Soll eine Radwegeverbindung zwischen der Stadt Preußisch Oldendorf (Bünder Straße) und der Einmündung Wehmerhorststraße (Hansastraße) fertiggestellt werden, wenn ja, wann?
  • Der Landesbetrieb Straßen NRW bereitet seit 2019 eine Zustandserhebung der
    Radwege entlang von Landesstraßen und eine darauf fußende Priorisierung von Maßnahmen vor. Ist ein Radweg an der L 557 in dieser Erhebung und Priorisierung aufgeführt und wann ist dann mit einer Umsetzung der Maßnahme zu rechnen?
  • Die Darstellung der intensiven Bemühungen der Gemeinde Rödinghausen zu Gesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW bezüglich einer konkreten Umsetzung der Radwegeverbindung.
  • Die Darstellung der Möglichkeiten des Baues/der Einrichtung eines Radweges zwischen dem Ende des Radweges der Stadt Preußisch Oldendorf und der Einmündung Wehmerhorststraße durch die Gemeinde Rödinghausen, sowie entlang der Hansastraße in Richtung Bünde. Zu berücksichtigen sind dabei auch alle Möglichkeiten einer einfachen Planungs- und Bauweise, ähnlich zum Vorgehen der Stadt Preußisch Oldendorf für einen vor einigen Jahren hergestellten Abschnitt des Radweges.

Begründung

Die Hansastraße (Landstraße L 557) insbesondere im Bereich der Passage durch das Wiehengebirge bei Neue Mühle wird von vielen Radfahrer*innen und Fußgänger*innen genutzt. Dazu gehören sowohl Berufspendler*innen und Schüler*innen u.a. zum Bahnhof Neue Mühle als auch ein vermehrter Freizeitfahrradverkehr. Die Anzahl der Radfahrer*innen ist mit der Zunahme von E-Bikes in den letzten Jahren deutlich angestiegen.

Aufgrund des hohen PKW und LKW Verkehrs auf der L 557 kommt es in den Bereichen, in denen die Breite der Fahrbahn bei beidseitigem Verkehr kein Überholen von Radfahrer*innen und Fußgänger*innen zulässt, zu gefährlichen Situationen. Dazu gehören u.a. riskantes Überholen durch PKW und LKW ohne ausreichenden Sicherheitsabstand. Die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 km führt dabei zu keinem geringeren Risiko.

Besonders gefährliche Bereiche, die im Rahmen einer Überplanung berücksichtigt werden müssen, sind:

  • die Führung des bestehenden Radweges aus nördlicher Richtung auf die L 557 in Höhe der Grenze zwischen Preußisch Oldendorf und Rödinghausen
  • die Ein- und Ausfahrten zum Haltepunkt Neue Mühle
  • der Einmündungsbereich Wehmerhorststraße (fehlender abgesenkter Bordstein des Geh-/Radweges)
  • der Einmündungsbereich Schluchtenweg, da hier der seitliche Randstreifen aus südlicher Richtung endet
  • sowie die gesamte Strecke ohne markierten Seitenstreifen zwischen Abzweig Schluchtenweg und nördlicher Gemeindegrenze.
  • die Einmündung Bünder Straße. Hier ist mit der Erneuerung des Brückenbauwerkes ein durch Betonsteine abgesicherter Fußweg anstelle des gesicherten Seitenstreifens errichtet worden. Die Betonrandsteine ragen soweit in die Bünder Straße hinein, dass für Radfahrer*innen eine Auffahrt auf den Fußweg über die Brücke nur möglich ist, wenn man die gekennzeichnete Überführung für Fußgänger*innen an der Bünder Straße nutzt. Diese Nutzung ist mit Gefahren für Radfahrer*innen und Autofahrer*innen verbunden. Für Autofahrer*innen ist nicht ersichtlich, dass Radfahrer*innen die Einmündung queren.

Alternativ ist die Querung der Brücke für Radfahrer*innen auf der Fahrbahn möglich.

Für Fußgänger*innen zum Haltepunkt Neue Mühle oder Wanderer des Wittekindsweges gibt es ebenfalls keine Möglichkeiten die Hansastraße hier sicher zu nutzen.

Im weiteren Verlauf der L 557, Hansastraße in Richtung Bünde besteht ein vorhandener Seitenstreifen, der neben der Fahrbahn mit einer durchgehenden Linie abgetrennt ist. Er kann von Fahrrädern befahren und Fußgänger*innen begangen werden. Es besteht keine ausreichende Sicherheit für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen da der Streifen von PKW und LKW u.a. für Ausweichmanöver und auch durch langsamere Fahrzeuge genutzt wird. Eine bauliche Trennung ist nicht vorhanden.

Bereits vor mehr 15 Jahren haben Naturschutzverbände und Agenda 21 Bewegung in Rödinghausen bei einem Termin mit dem damaligen Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes NRW, Axel Horstmann nachdrücklich auf die Problematik Radweg L 557 hingewiesen. Seitdem gab es keine weiteren Bemühungen seitens des Landes und der Gemeinde Rödinghausen die Situation zu verbessern.

Im Zuge der Mobilitätssicherung im ländlichen Raum der Gemeinde Rödinghausen und des Klimaschutzes ist die dargestellte Situation zwingend zu verbessern. Das sollte das ausdrückliche Ziel der Gemeinde Rödinghausen sein.

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